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Kurzübersicht

Die Spenderinsemination wird in der Schweiz durch drei Gesetze und Beschlüsse geregelt:

- Schweizerisches Zivilgesetzbuch (ZGB)
- Fortpflanzungsmedizingesetz (FMedG)
- Bundesbeschluss vom 22. März 1996 über
  die Kontrolle von Transplantaten

Der Rahmen der Behandlungen mit Spendern in der Schweiz ist somit durch diese Bedingungen festgelegt. Sie gelten auch für Paare, welche ihren Wohnsitz im Ausland haben und für eine Inseminationen zu uns kommen.

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Schweizerisches Zivilgesetzbuch (ZGB)

www.admin.ch/ch/d/sr/210/a252.html

Art. 252
A. Entstehung des Kindsverhältnisses im Allgemeinen

1 Kindsverhältnis entsteht zwischen Kind und Mutter mit der Geburt.
2 Zwischen dem Kind und dem Vater wird es kraft der Ehe der Mutter begründet oder durch Anerkennung oder durch das Gericht festgestellt.

Kommentar:
Wenn ein Paar zum Zeitpunkt des Eintretens der Schwangerschaft verheiratet ist, ist der verheiratete Ehemann in jedem Fall der Vater des Kindes mit allen Rechten und Pflichten. Bei der Behandlung mit Spenderspermien unterschreibt der Ehemann vorgängig zusätzlich eine Vereinbarung, dass er diese Kindsverhältnisse nachträglich nicht in Frage stellt.

Transplantate

· Bundesbeschluss vom 22. März 1996 über die Kontrolle von Transplantaten
www.admin.ch/ch/d/sr/8/818.111.de.pdf

· Verordnung über die Kontrolle von Transplantaten
www.admin.ch/ch/d/sr/8/818.111.3.de.pdf


Ziel dieses Beschlusses und Verordnung: Gewährleistung grösstmöglicher medizinischer Sicherheit für die Personen, welche sich einer Behandlung mit Spenderspermien unterziehen. Insbesondere sollen Infektionsgefahren ausgeschlossen werden.

Kontrollinstanz ist das Bundesamt für Gesundheit, Bern (BAG). Mittels jährlicher Meldungen wird der Vollzug überprüft. Neben der Anzahl kryokonservierter Proben werden auch die Testmethoden überprüft, mittels welcher die Untersuchungen der Spender durchgeführt wurden.

Vorgeschrieben sind Bestimmungen bezüglich folgender Infektionen:

· HIV - AK
· HTLV I & II
· Anti-HBc, HBs-Antigen (Hepatitis B)
· Anti- HCV (Hepatitis C)
· Chlamydien
· Cytomegalie
· Toxoplasmose
· TPHA


Wir optimieren die vorgeschriebenen Untersuchungen mit folgenden zusätzlichen Tests:

Karenzfrist
Alle oben aufgeführten Parameter werden 3 und 6 Monate nach der letzten Spende nochmals untersucht. Erst dann werden die Proben für Behandlungen freigegeben. Durch diese Quarantäne von mindestens 180 Tagen kann ausgeschlossen werden, dass ein einmalig durchgeführter Test nicht über die aktuellste Infektlage Auskunft geben würde. Die Sicherheit wird somit beträchtlich erhöht.

Genetische Untersuchungen
- Bestimmung des Karyotyps: 46, XY
- Untersuchung auf die Krankheit Muccoviscidose (Cystische Fibrose): ca. 1 von 25 Männern ist Überträger.